Tradition

Bis 1945 entwickelte sich die Firma zum größten, nicht börsennotierten, privaten Papierproduzenten in Deutschland. Die ständige Modernisierung mit innovativen Technologien und Technik an den verschiedenen Standorten stellten von Beginn an Teil des Selbstverständnisses des Familienbetriebes dar. Auch zeigten verschiedene soziale Einrichtungen im Betrieb und im Ort, dass die Eigentümerfamilien sich von Beginn an stets ihrer sozialen Verantwortung bewusst waren.

Nach dem 2. Weltkrieg lagen sämtliche Produktionsstätten von Kübler & Niethammer im Einflussbereich der sowjetischen Besatzungsmacht. Alle Werke wurden auf Befehl der sowjetischen Administration enteignet, die Produktionsanlagen demontiert und abtransportiert. 1953/54 erfolgte auf Beschluss der Regierung der ehemaligen DDR der Wiederaufbau als „erster sozialistischer Betrieb des Industriezweiges Zellstoff, Papier, Pappe“ unter dem Namen „Volkseigener Betrieb Papierfabrik Kriebstein“.

Zu den bis 1965 errichteten drei Papiermaschinen ging im Jahre 1966 die erste Altpapierentfärbungsanlage der DDR in Kriebstein in Betrieb. Am 02. Juli 1990 erfolgte der Rückkauf der VEB Papierfabrik Kriebstein durch die Nachfahren der früheren vier Familieneigentümer Niethammer und die Umfirmierung in Kübler & Niethammer Papierfabrik Kriebstein AG. Seither trennte man sich von Produktionsbereichen wie u.a. der Holzschleiferei, der Tissue- und Seidenpapierproduktion sowie dem Braunkohlekraftwerk, so dass heute eine effiziente Papiermaschine mit moderner Altpapierentfärbungsanlage und zeitgemäßer Infrastruktur die technische Basis für unsere LWC-Produktion bildet.